Ortskernsanierung: Die Zukunft planen

Das Sanierungsgebiet "Ortskern" trägt zur Verbesserung der vorhandenen Wohn- und Arbeitssituation bei.


Kostenlose Sanierungsberatung für Eigentümer im Sanierungsgebiet „Ortskern“

Undichte Fenster, hohe Energiekosten, zu kleine Zimmer, veraltete Heizung ... Kein Haus ist perfekt. Jetzt lohnt es sich über eine Modernisierung nachzudenken!

Die STEG Stadtentwicklung GmbH aus Stuttgart informiert Sie bei Interesse über Fördermöglichkeiten im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet "Ortskern". Gerne werden in Einzelterminen grundstücks- bzw. gebäudebezogene Fragestellungen beantwortet, die Maßnahmen wie Modernisierung und Instandsetzung oder Abbruch und Neubau betreffen können.

Die Beratung wird gemeinsam mit der Gemeinde Gammelshausen, vertreten durch Herrn Bürgermeister Daniel Kohl, durchgeführt. Für Sie als Bürger im Sanierungsgebiet ist die persönliche Beratung kostenfrei. Falls Sie Mieter sind, geben Sie doch bitte Ihrem Eigentümer in der Sache Bescheid.

Städtebauliche Erneuerungsmaßnahme „Ortskern“ der Gemeinde Gammelshausen

Die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme ist ein Instrument des besonderen Städtebaurechts zur städtebaulichen Erneuerung von ganzen Quartieren. Die rechtlichen Grundlagen sind in den §§ 136 - 164 Baugesetzbuch (BauGB) geregelt.

Erneuerungsmaßnahmen dienen der Behebung städtebaulicher Missstände. Diese liegen vor, wenn ein Gebiet nach seiner vorhandenen Bebauung oder nach seiner sonstigen Beschaffenheit den allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse oder an die Sicherheit der in ihm wohnenden oder arbeitenden Menschen nicht entspricht oder das Gebiet in der Erfüllung der Aufgaben erheblich beeinträchtigt ist, die ihm nach Lage und Funktion obliegen.

Zu den städtebaulichen Missständen zählen insbesondere:

Mängel im Ortsbild / funktionale Mängel:
- Bauhof, der auf zwei Standorte verteilt ist
- ungestalteter Backhausplatz, der nicht der Bedeutung als zentraler Treffpunkt entspricht
- Brachflächen bzw. mindergenutzte Flächen, leer stehende Gebäude
- Hauptstraße mit relativ hohem Verkehrsaufkommen und daher einer hohen Trennwirkung

bauliche Mängel an den im Sanierungsgebiet gelegenen Gebäuden:
- geringe Mängel: 36 %
- erhebliche Mängel: 26 %
- substanzielle Mängel: 20 %

Insgesamt besteht ein Erneuerungsbedarf von 82 %.

Die wesentlichen Schritte des Sanierungsverfahrens sind:

- Vorbereitende Untersuchungen (Frühjahr bis Herbst 2009)
- Förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes durch Satzung vom 28. 9. 2009
- Durchführung der Sanierung (seit Ende 2009)
- Abschluss der Sanierung (voraussichtlich im Jahr 2017)

Mit Inkrafttreten der Sanierungssatzung unterliegen die Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung baulicher Anlagen, die Teilung eines Grundstücks und die Veräußerung eines Grundstücks sowie die Bestellung und Veräußerung von Erbbaurechten einer besonderen Genehmigungspflicht.

Um den sanierungsbedürftigen Zustand zu beseitigen und das Sanierungsgebiet neu zu gestalten, bedarf es der Durchführung von Ordnungs- und Baumaßnahmen. Die Durchführung der Ordnungsmaßnahmen ist Aufgabe der Gemeinde. Mögliche Ordnungsnahmen dabei sind die Bodenordnung, der Umzug von Bewohnern und Betrieben, die Freilegung von Grundstücken, die Herstellung und Änderung von Erschließungsanlagen oder sonstige Maßnahmen, die notwendig sind, damit die Baumaßnahmen durchgeführt werden können.

Aufgabe der Eigentümer ist es, die Baumaßnahmen durchzuführen. Hierzu zählen insbesondere die Errichtung von Neubauten und Ersatzbauten, die Modernisierung und Instandsetzung oder die Verlagerung und Änderung von Betrieben.

Im Unterschied zur Bauleitplanung (z. B. Aufstellung eines Bebauungsplans), die nur den rechtlichen Rahmen für die städtebauliche Entwicklung setzt, zielt die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme gleichzeitig auf die zügige Verwirklichung der Planungsziele innerhalb eines überschaubaren Zeitraums ab.

Sanierungsziele:

Die Erneuerungsmaßnahme Gammelshausen "Ortskern" wird im Besonderen charakterisiert durch Entwicklungsaufgaben im Sinne einer behutsamen Nachverdichtung durch die Neuordnung vorhandener mindergenutzter Flächen, durch über das Gesamtgebiet verteilte Aufgaben der städtebaulichen Erneuerung im Rahmen vielfältiger Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sowie durch die Gestaltung öffentlicher Räume und Schaffung eines zentralen Kommunikationspunktes dem „Backhausplatz“. Die angestrebte Erneuerungsmaßnahme kann daher in hohem Maße zur Verbesserung der vorhandenen Wohn- und Arbeitssituation wie auch zur Behebung funktionaler Problemfelder beitragen.

Im Einzelnen sollen folgende Neuordnungs- und Sanierungsaufgabenbereiche angegangen werden:
- Stärkung des Ortskerns als Wohnstandort
- Verbesserung der Wohnsituation und Aufwertung des Ortsbildes
- Energetische Erneuerung
- Aufwertung der öffentlichen Straßen- und Platzräume
- Maßvolle Nachverdichtung
- Zentralisierung des Bauhofes

Da die städtebauliche Erneuerung von einer regen Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner lebt, können Sie Ihre Fragen / Ideen / Hinweise gerne an die Gemeindeverwaltung oder die STEG Stadtentwicklung GmbH, der von der Gemeinde beauftragte Sanierungsträger, richten. Als Ansprechpartner steht Ihnen neben der Gemeindeverwaltung die STEG zur Verfügung.

Materialien zum Download:

ABGRENZUNGSPLAN (PDF) >

NEUORDNUNGSKONZEPT (PDF) >

SANIERUNGSZIELE & RECHTSVORSCHRIFTEN (PDF) >

Die STEG Stadtentwicklung GmbH

Ansprechpartner: Sybille Rosenberg, Dr. Frank Friesecke
Olgastraße 54 · 70182 Stuttgart
Telefon (0711) 210 68-118
WEBSITE DER STEG >>



< zurück zu POLITIK & VERWALTUNG