Obst- und Gartenbauverein

Erst die Arbeit - dann das Vergnügen! Vereinsausflug an den Bodensee

Am Sonntag, 17. Mai, hatte der Obst- und Gartenbauverein zum jährlichen Ausflug eingeladen - und der Reisebus war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Zuverlässig und sicher steuerte der Fahrer unsere fünf Ziele an und „garnierte“ die kurzweilige Fahrt mit interessanten Hinweisen über Sehenswertes links und rechts des Weges. Damit war er die ideale Ergänzung zum Vorsitzenden und unserer neuen Kassiererin, die den Tag perfekt vorbereitet hatten und für einen reibungslosen Ablauf sorgten.

Erste Station war das Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee (KOB) in Bauerndorf bei Ravensburg, wo wir von Thomas Kininger empfangen wurden. Er leitet den Außenbereich des Versuchsbetriebs mit seinen umfangreichen Obstplantagen, die der wissenschaftlichen Forschung im Bereich Obstbau dienen. Gleichzeitig dienen die Anlagen als Versuchs- und Demonstrationsgarten für die Obstbauberatung und die Obstbaupraxis sowie als Lehrobjekt zur Schulung von Auszubildenden im Obstbau und den interessierten Hobbyanbauer.

Rund 25 Hektar werden vom KOB für Obstanpflanzungen genutzt. Rund zwei Drittel davon nimmt der Apfel ein und hat damit den wichtigsten Stellenwert, gefolgt von der Birne mit fast 10 Prozent. Auf kleineren Flächen sind Kirschen, Zwetschgen und Beerenobst vertreten. Ein Lehr- und Schaugarten gibt einen guten Überblick zu vielen weiteren, im Bodenseeklima anbauwürdigen Obstarten.

Sehr anschaulich informierte uns Herr Kininger über die Versuche, den Problemen im Erwerbsobstbau zu begegnen. Dazu gehören das Abdecken von Baumreihen und ganzen Plantagen mit Folien, um gegen Hagel und Schädlinge zu schützen. Das schräge Anpflanzen von Bäumen und Büschen im 45-Grad-Winkel soll den Wuchs und die Arbeit mit den Pflanzen optimieren. Wenn auch nicht alles Vorgetragene auf unsere Gegend und vor allem den Streuobstbau übertragbar ist, waren die Informationen sehr interessant und hilfreich.

Nach der „Arbeit“ folgte das Vergnügen: Mittagessen in Uhldingen-Mühlhofen. Die Seeluft war schon zu spüren, und vor allem kam nun die Sonne heraus! Perfekte Voraussetzungen für die kurze Weiterfahrt nach Meersburg, wo wir an Bord der „Vorarlberg“ in (den) See stachen. Die Alpen zeigten sich am Ausflugstag übrigens nicht in ihrer ganzen Schönheit, sondern nur nur sehr verschwommen. Dafür konnte man Zeppeline am Himmel bewundern.

Nach einer Stunde war Friedrichshafen erreicht, eine kurze Verschnaufpause war den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vergönnt, bevor der Bus die Rückfahrt antrat. In Berghülen wartete ein zünftiges Vesper auf unsere Gruppe - und dann mussten wir auch schon wieder die Heimfahrt antreten. Ein herzliches Dankeschön den Organisatoren!








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